Endlich hier. Gut Oggau ist neu bei Edvin.
Unserer Meinung nach treibt Gut Oggau was sehr Spezielles an. In der japanischen Teezeremonie gibt es einen Ausdruck: Ichigo ichie. Eine Begegnung. Ein Moment der genau nur einmal existiert und nie wieder zurückkehrt.
Von der ersten Knospe bis zur reifen Traube erlebt die Rebe eine Geschichte, die sich nie wiederholt. Jeder Jahrgang der Gut Oggau Weine trägt die Energie seiner Erde, seines Himmels, seiner Stille in sich. Das Weingut betrachtet diese Erde nicht als Ressource, sondern als Lebensraum, dem es zugehört. Deshalb wird mit ihr gearbeitet, in Demut und mit dem festen Glauben, dass das, was aus gesunden Böden wächst, grösser ist als alles, was man selbst ersinnen könnte. Man pflegt, selektiert akkribisch, macht keine Kompromisse. Und dann lässt man los. Denn das Schönste entsteht nicht durch Kontrolle. Es entsteht durch Vertrauen.
Jede Flasche Gut Oggau ist eine Einladung zu dieser Begegnung Ichigo ichie. Mit einem Wein, der lebt. Jeder Wein trägt einen Charakter, eine unverwechselbare Seele. Die Tscheppes beschreiben ihre Weine von Anfang an wie Menschen, weil es der einzig ehrliche Zugang ist, um auszudrücken, was sie auslösen. Und dieser Charakter stammt aus der reinen Natur heraus. Die Gesichter auf den Etiketten sind fiktiv, der Eindruck dahinter ist es nicht.
Drei Generationen, weil die Böden es so wollen. Junge Lagen bringen jugendliche Leichtigkeit, die mittlere Generation Reife und Gelassenheit, die älteste Tiefe und stille Weisheit. Behandelt werden alle gleich: Mit derselben Sorgfalt, derselben Liebe. Nur die Natur macht den Unterschied. Und genau diesen Unterschied will Gut Oggau spürbar machen.
Die Geschichte des Weinguts
Als Eduard und Stephanie Tscheppe 2007 ein altes Anwesen im Burgenland kauften, ein stilles, seit Jahren verlassenes Gut aus dem 17. Jahrhundert, fanden sie keine leere Ruine. Sie fanden eine Chance. Die Böden hatten in den Jahren des Leerstands geatmet, sich von chemischen Eingriffen erholt, sich selbst erinnert. Eine unbeschriebene Leinwand, wie Stephanie sagen würde.
Ihre Vorgeschichten hätten unterschiedlicher kaum sein können. Eduard, aufgewachsen zwischen Reben, mit Weinbau im Blut. Stephanie, ausgebildete Fotografin, Hospitality-Studium in Lausanne, die Welt mit offenen Augen bereist. Und doch verband sie derselbe Impuls: etwas Bleibendes zu schaffen. Die Welt nicht laut, aber spürbar zu verändern. Sich inspirieren lassen und zurückgeben.
Den biodynamischen Weg wählten sie nicht als Distinktionsmerkmal, sondern als logische Konsequenz ihrer Überzeugung. Kreisläufe schliessen. Lebendigkeit erhalten. «Wir sind nicht angetreten, anders zu sein», sagen sie selbst. Sie arbeiten so, weil sie es für richtig halten. Und genau das macht sie so anders.









