Domìni Veneti

Italien, Valpolicella

Der Ursprung des Amarone

Gründung Wer an Valpolicella denkt, denkt an Amarone. Und wer an Amarone denkt, landet früher oder später bei Domìni Veneti. Die Linie gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Weinen der Region. Das hat gute Gründe.

Alles beginnt 1933, als sich Winzer aus dem Valpolicella zur Cantina Sociale Valpolicella Negrar zusammenschliessen. 1936 passiert etwas, das in die Weingeschichte eingeht: Ein Recioto, ein süsser Wein aus getrockneten Trauben, vergärt versehentlich vollständig durch. Heraus kommt ein kraftvoller, trockener Rotwein. Der damalige Präsident Gaetano Dall'Ora soll nach der Verkostung ausgerufen haben, das sei kein «Amaro», kein Bitterer, sondern ein «Amarone». Der Name war geboren.

Domìni Veneti: Das Qualitätsprojekt

1989 startete die Cantina Negrar ein Qualitätsprojekt: Man untersuchte die Weinberge der Valpolicella Classica und wählte die besten Lagen aus. Daraus entstand Domìni Veneti, benannt nach der Zeit, als die Region zur Republik Venedig gehörte. Die Linie steht für Weine aus der klassischen Zone, die Tradition und moderne Kellertechnik verbinden.

Inhaber Die Mitglieder der Winzerfamilien

Winzer Daniele Accordini

Das Terroir

Valpolicella, dem malerischen Weinanbaugebiet, das wie eine ausgestreckte Hand nordwestlich von Verona liegt. Hier, wo die frische Brise der Lessinischen Alpen auf die warmen Winde des Gardasees trifft, entsteht ein wahrhaft magisches Mikroklima, das die perfekte Kulisse für den Weinbau schafft. Aber nicht nur Reben fühlen sich hier wohl - auch saftige Kirschen gedeihen in Hülle und Fülle und verleihen der Luft einen verlockend süßen Duft, der sich auch in unseren Weinen widerspiegelt. In diesem idyllischen Fleckchen Erde leben die autochthonen Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara seit Jahrhunderten in friedlicher Koexistenz mit den Kirschbäumen. Eine harmonische Verbindung, die unseren Weinen eine unvergleichliche Fülle und Aromenvielfalt verleiht. Die Weine von Domìni Veneti sind das Ergebnis einer sorgfältigen Auswahl und einer rigorosen Selektion. Mit über 450 Hektar Rebfläche, die ausschließlich in den Hügeln des Valpolicella Classico-Gebiets um die malerische Ortschaft Negrar liegen, haben wir die perfekten Bedingungen, um Weine von höchster Qualität zu kreieren.

Vier Lagen prägen das Profil:

  • Jago: das historische Herzstück bei Negrar mit Lehm- und Kalkböden
  • Moron: ideal für süsse Recioto-Weine
  • Torbe: weitere Lagen, die dem Sortiment Vielfalt geben

Warum sind diese Weine so beliebt? Weil sie verlässlich gut sind, einen klaren Stil haben und Trinkfreude mit Anspruch verbinden. Entsprechend gross ist die Anerkennung: Tre Bicchieri, Punkte von James Suckling und viele weitere Auszeichnungen.

Die Herstellungsmethoden

Amarone: Die Trauben (v. a. Corvina, Corvinone und Rondinella) trocknen drei bis vier Monate auf Gestellen oder in Kisten (Appassimento) und verlieren dabei einen grossen Teil ihres Wassers. Der konzentrierte Most wird im Winter gepresst und vergärt vollständig durch, sodass ein kräftiger, trockener Wein mit hohem Alkoholgehalt entsteht. Danach reift er mehrere Jahre in Holzfässern und auf der Flasche.

Ripasso: Basis ist ein junger Valpolicella, der im Frühjahr auf die noch gehaltvollen Traubenschalen (Trester) von Amarone oder Recioto "zurückgeführt" wird. Dabei setzt eine zweite Gärung ein, die dem Wein mehr Farbe, Körper, Gerbstoff und Aromatik verleiht. Er ist damit ein Mittelweg zwischen dem frischen Valpolicella und dem gewichtigen Amarone.

Recioto: Er entsteht aus denselben getrockneten Trauben wie der Amarone, aber die Gärung wird gestoppt oder kommt von selbst zum Stillstand, bevor der gesamte Zucker in Alkohol umgewandelt ist. So bleibt ein Teil der natürlichen Süsse erhalten. Das Ergebnis ist ein süsser, samtiger Rotwein, der als Dessertwein oder zu kräftigem Käse passt.

Zur Einordnung: Der Amarone ist historisch aus einem Recioto entstanden, der versehentlich durchgegoren ist.

Domìni Veneti Via Ca'Salgari 2A 37024 Negrar