Brutal Rosé

PIWI Rebsorten können elektrisieren.
9.9.2026

„Brutal!“ riefen die Katalanen Joan Ramón Escoda und Laureano Serres ständig bei ei einer Degustation im Süden Frankreichs. Im katalanischen Slang heisst das „grossartig“. Daraus wurde die Brutal Wine Corporation, ein Label ohne Markenschutz mit zwei Bedingungen: Naturnahe Weine ohne zugesetzten Schwefel und nur ein Fass pro Cuvée. Für den Brutal Rosé 2025 haben Stephanie und Eduard Tscheppe von Gut Oggau seltene rote PIWI Sorten österreichischer Herkunft in die Flasche gebracht, die ausserhalb der Zuchtgärten noch nie gepflanzt wurden. Gezogen in traditioneller Stockkultur, während die Wurzeln ins kristalline Grundgestein greifen, wo sich die Rebe ihre Spannung herausholt.

Was dabei herauskommt, ist tief pigmentiert, elektrisch, unbändig. Ein Rosé, der einen aufweckt. Und genau darin liegt das Brutale: Man will immer noch ein Glas, und es gibt einfach nicht mehr davon.

P.s Wir haben nur 96 Flaschen an Lager. "Es het solangs het."

Brutal Wine Corporation wurde von Tortul, Rémi Poujol, Axel Prüfer, Escoda und Serres gegründet und ist als Ventil für Experimente gedacht. Heute sind über 50 Produzenten dabei, weil das Etikett von Winzer zu Winzer weitergegeben wird. Bekannte Namen: Gut Oggau, Christian Tschida, Les Vins Pirouettes, Partida Creus, Naranjuez, Bodegas Cueva, Matassa, dazu Mendall (Laureano Serres) und L'Octavin.

Partida Creus macht einen Rosé aus Vinyater, Subirat Parent, Xarel lo, Cartoixa Vermell und Sumoll, Matassa zuletzt einen Brutal Orange 2023 aus Macabeu. Bei Gut Oggau ist der aktuelle Brutal 2025 ein heller Roter aus einem PiWi Gemischten Satz. Der Fokus liegt also mehrheitlich auf einheimische oder PIWI Rebsorten.